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Herausforderungen und Effizienzpotenziale im IT-Betrieb von Bahnunternehmen

Inhaltsverzeichnis

Längst lassen sich die meisten Prozesse im Bahnbereich nicht mehr manuell steuern – die IT spielt in dieser Branche eine Schlüsselrolle. Im Vergleich zu anderen Industrien setzen Bahnunternehmen häufig auf individuelle Softwarelösungen. Warum ist das so und welche Herausforderungen bringt das mit sich?

Warum so viel individuelle Software?

Bahnunternehmen haben sehr spezifische Prozesse, eingebettet in eine umfangreiche und komplexe Systemlandschaft, die von Standardlösungen meist nicht abgebildet werden können. Die Software muss vielfältige Funktionen abdecken – von der Planung und Disposition über die Echtzeitüberwachung bis hin zur Instandhaltung. Ein Beispiel: Die Deutsche Bahn betreibt über 700 individuelle Anwendungen, von denen viele speziell für den Bahnbetrieb entwickelt wurden. Gründe dafür sind die komplexen technischen Systeme und regulatorischen Vorgaben, die durch Standardlösungen oft nicht berücksichtigt werden.

Herausforderungen und Kostentreiber im IT-Betrieb

Individuelle Software zu betreiben kann aufwendig und kostenintensiv sein. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in den Aufwänden zur kontinuierlichen Wartung der Software (z.B. zur Umsetzung von IT-Security-Verbesserungen), Anpassungen an neue gesetzliche Anforderungen und der Integration von bzw. Der Migration auf neue Technologien. Aber auch der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist ein starker Kostentreiber. Qualifizierte IT-Spezialist*innen sind Mangelware und entsprechend teuer. Studien zeigen, dass im Jahr 2023 allein im Bereich der IT-Sicherheit bis zu 35 % der Stellen unbesetzt blieben. Zusätzlich zählen folgende Punkte zu den stärksten Kostentreibern in der Bahnbranche:

Technische Rückstände

Veraltete IT-Systeme sind häufig schwer wartbar und können die Kosten für den Betrieb in die Höhe treiben.

Schnittstellen

Komplexe IT-Landschaften verfügen über eine Vielzahl von Schnittstellen. Diese bringen Abhängigkeiten mit sich, die insbesondere bei Anpassungen in einzelnen Systemen berücksichtigt werden müssen.

24/7-Betrieb

Viele IT-Systeme der Bahn müssen rund um die Uhr an 7 Tagen der Woche zur Verfügung stehen.

Sicherheitsanforderungen

Bahnunternehmen gehören zur kritischen Infrastruktur und unterliegen daher besonderen Anforderungen an die IT-Sicherheit.

Ineffizienz und versteckte Kosten

Infrastruktur-Dubletten, fehlende Automatisierung und Insellösungen führen zu vermeidbaren Kosten. Schätzungen zeigen, dass durch Standardisierung und Optimierung der IT-Betrieb um bis zu 20 % kosteneffizienter gestaltet werden könnte.

Den IT-Betrieb effizient gestalten

Um den Aufwand für den IT-Betrieb zu optimieren, wird es jedenfalls sinnvoll sein, das eigene System gründlich zu analysieren. Dennoch gibt es ein paar allgemeine Ansätze, mit denen bei der Optimierung begonnen werden kann:

Standardisierung und Konsolidierung

Der Einsatz modularer Systeme und standardisierter Plattformen reduziert die Komplexität der Systeme.

Cloud-Lösungen

Durch den schrittweisen Umstieg in eine Cloud können, abhängig von der Ausgangssituation, die Betriebskosten gesenkt werden. Hier ist jedoch besonderes Augenmerk auf Preisstrukturen und Vertragsbedingungen der Cloud-Dienste zu legen, um die zukünftige Planbarkeit der Kosten und Flexibilität zu gewährleisten.

Automatisierung

Monitoring, Incident-Management und viele andere Aufgaben können – zum Beispiel durch KI-gestützte Lösungen – stark entlastet werden.

Proaktive Wartung

Durch proaktive Wartung können Systemausfälle reduziert und Stillstandskosten vermieden werden

Outsourcing

Outsourcing bietet die Möglichkeit Fixkosten zu reduzieren, indem nur für tatsächliche genutzte Services bezahlt werden muss, anstatt eigene Teams von IT-Experten vorzuhalten. Zusätzlich sind die Leistungen flexibel skalierbar, was ebenfalls unnötig Kosten einsparen kann.

Fazit

Die IT in Bahnunternehmen ist geprägt von individuellen Lösungen, die zwar den spezifischen Anforderungen der Branche gerecht werden, jedoch hohe Betriebsaufwände verursachen. Kostentreiber wie veraltete Systeme, aufwendige Schnittstellenintegration und wachsende Sicherheitsanforderungen verteuern den Betrieb. Gleichzeitig bieten Standardisierung, Cloud-Technologien und Automatisierung große Chancen zur Optimierung. Ein strategischer Ansatz, der Modernisierung und Kostensenkung vereint, kann den IT-Betrieb in Bahnunternehmen sowohl wirtschaftlich als auch strukturell zukunftssicher gestalten.

Klingt spannend? Reden wir darüber

Seit über 20 Jahren entwickeln und betreiben wir bei ONTEC individuelle Software-Lösungen speziell für Bahnunternehmen. Das umfassende Know-how, dass wir uns in der Bahnbranche angeeignet haben, lassen wir in ganzheitliche Lösungen – von der Planung über die Entwicklung bis hin zum Betrieb einfließen. Unser IT-Betrieb ist außerdem ISO 27001 zertifiziert und verfügt über einen nach ISAE 3402 zertifizierten Kontrollbericht.

Gerne sprechen wir mit Ihnen über die Möglichkeiten, auch Ihre Prozesse zu digitalisieren und die Effizienz Ihres IT-Betriebs zu steigern.

Stefan Pencik
ONTEC AG

Kundenorientierung heißt für mich, mit dem Kunden gemeinsam genau die Lösung zu finden, die zu ihm passt.

T: +43 1 20 55 20-0
M: +43 664 545 01 19
s.pencik@ontec.at

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